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29 August 2007

Meine Unterkunft

Das ist ein Thema für sich: Nicht schön, aber selten! Ich wohne ja in einer WG die ich in letzter Minute und zwischen all den Prüfungen vor der Abfahrt organisieren konnte. Mein einer Mitbewohner, Andrius, ist ein seltsamer Mensch der weder studiert noch arbeitet, aber trotzdem den ganzen Tag unterwegs ist, ein Auto besitzt und sich zumindest die Wohnung leisten kann. Ich hab ihn gefragt wie er das macht, aber eine echte Antwort habe ich da nicht bekommen. Nur soviel: Man bräuchte nicht so viel Geld, ich man immer vermutet. Von dem Gedanken, für eine paar Monate nach Indien zu reisen und sich dort selbst zu finden, wie er mir per Mail geschrieben hatte, hat er sich aber wieder verabschiedet. Trotz alle dem ist er sehr nett und immer hilfsbereit wenn es z.B. um Fragen geht wie: Wo ist die nächste Möglichkeit zum Wäschewaschen! Was muss ich in Litauen/Vilnius alles gesehen haben? Hilfe, wie funktioniert die Guthabenabfrage auf meiner Prepaid-Karte?

Die andere Mitbewohnerin, Giedre, ist erst gestern Abend eingezogen, aber ebenfalls sehr nett. Sie studiert International Business hier in Vilnius und macht ihre eigene Musik, hat einen Kater und einen Hamster!

Der KaterJetzt aber zur Wohnung: Das gute ist, sie liegt sehr zentral, nämlich auf dem Gedimino Prospektas. Gleich gegenüber ist das litauische Parlament. Bis zur Stiftung sind es nur fünf Minuten zu Fuß und unten im Haus ist gleich der "Zirkus Maxima". Das ist aber nur mein Kosenamen für einen kleinen "Maxima"-Supermarkt in dem seltsame Dinge vor sich gehen. Nein eigentlich alles normal, aber irgendwie arbeiten immer die selben unfreundlichen VerkäuferInnen da, egal zu welcher Uhrzeit man den Laden betritt. Ich muss mal erforschen ob die hier keine gesetzlichen Ruhepausen haben oder so... Der hat jedenfalls jeden Tag von 7 Uhr morgens bis 22 Uhr abends geöffnet. Genau richtig für mich!

Naja, aber Nachteile gibt es auch. Erstens: Mein Zimmer ist mehr oder weniger offen. Im großen Durchgang zum Flur steht jetzt ein riesiger Schrank und eine Art größere Tischdecke simuliert meine Tür. Das ist ein großes Manko, mit dem ich aber durchaus drei Monate leben kann und muss. Zweitens: Es gibt kein Internet! Noch nicht! Es gibt aber Hoffnung für mich, denn meine neue Mitbewohnerin hat auch Interesse daran. Also werden wir das sicher schnell bestellen. Drittens: Bad und Küche entsprechen zwar dem Durchschnitt, aber waren/sind mehr oder weniger versüfft, aber das lässt sich ja mit ein paar - oder auch ein paar mehr - Handgriffen erledigen. Ich hoffe da auf aktive Unterstützung auch seitens meiner MitbewohnerIN. Berichterstattung folgt!

Das BadDie KücheMein Zimmer mit Balkon und Blick auf das ParlamentMein Zimmer

1 Kommentare:

Am/um 2. September 2007 13:54 , Blogger Julia meinte...

Es sieht doch überlebendsfähig aus. Abgesehen von dem Problem mit der Tür und der Abwesenheit vom Internet scheint es doch eine ideale Lage zu haben! Wer weiss was ich dann so für Unterkunftsbedingungen habe wenn ich nach Spanien ziehe!

 

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