Diese Webseite ist nicht aktuell, es handelt sich um eine Archiv-Seite! Zur aktuellen Seite...

29 August 2007

Erste Eindrücke vom Praktikum

In der letzten Woche habe ich ja mit dem Praktikum begonnen. Nachdem ich mich zu Beginn der Woche mit den Projekten, Zielen und Halbjahresberichten der FES vertraut gemacht habe, ging es am Donnerstag zusammen mit dem Gebietskoordinator für das Baltikum, der FES-Mitarbeiterin aus Riga und mit meiner Chefin Jolanta gleich auf Reisen: Wir sind nach Kaunas gefahren um dort ein Gespräch mit einer ansässigen NGO zur Vorbereitung des dritten "Baltic Energy Dialogue" zu führen. Das Thema für diese Konferenz, die Ende Oktober stattfinden soll, wird Energieeffizienz sein und soll mehr oder weniger "mein Projekt" für die Zeit bei der FES in Litauen sein, bei dem ich ein wenig mitarbeite. Im Anschluss waren wir dann noch in "Belmontas", einem Ausflugsziel ganz in der Nähe von Vilnius, zu einem Abend-Geschäftsessen. Am Freitag hatten wir ein Gespräch mit einem Vertreter der litauischen Energiegewerkschaft. Alles in allem also eine spannende und schöne erste Woche.

Sonst ist eigentlich alles sehr locker und flexibel. Keine direkt festgelegten Arbeitszeiten und wenn mal nichts zu tun ist, darf ich mich sogar meinen Hausarbeiten widmen, die bis Ende nächsten Monats in Deutschland vorliegen müssen. Außerdem kann ich mich, wann immer ich will, im Büro aufhalten und meinen Internetaktivitäten, wie zum Beispiel den Blog hier schreiben, nachgehen.

Der Ausflugsort "Belmontas"Der Ausflugsort "Belmontas"Der Ausflugsort "Belmontas"

Meine Unterkunft

Das ist ein Thema für sich: Nicht schön, aber selten! Ich wohne ja in einer WG die ich in letzter Minute und zwischen all den Prüfungen vor der Abfahrt organisieren konnte. Mein einer Mitbewohner, Andrius, ist ein seltsamer Mensch der weder studiert noch arbeitet, aber trotzdem den ganzen Tag unterwegs ist, ein Auto besitzt und sich zumindest die Wohnung leisten kann. Ich hab ihn gefragt wie er das macht, aber eine echte Antwort habe ich da nicht bekommen. Nur soviel: Man bräuchte nicht so viel Geld, ich man immer vermutet. Von dem Gedanken, für eine paar Monate nach Indien zu reisen und sich dort selbst zu finden, wie er mir per Mail geschrieben hatte, hat er sich aber wieder verabschiedet. Trotz alle dem ist er sehr nett und immer hilfsbereit wenn es z.B. um Fragen geht wie: Wo ist die nächste Möglichkeit zum Wäschewaschen! Was muss ich in Litauen/Vilnius alles gesehen haben? Hilfe, wie funktioniert die Guthabenabfrage auf meiner Prepaid-Karte?

Die andere Mitbewohnerin, Giedre, ist erst gestern Abend eingezogen, aber ebenfalls sehr nett. Sie studiert International Business hier in Vilnius und macht ihre eigene Musik, hat einen Kater und einen Hamster!

Der KaterJetzt aber zur Wohnung: Das gute ist, sie liegt sehr zentral, nämlich auf dem Gedimino Prospektas. Gleich gegenüber ist das litauische Parlament. Bis zur Stiftung sind es nur fünf Minuten zu Fuß und unten im Haus ist gleich der "Zirkus Maxima". Das ist aber nur mein Kosenamen für einen kleinen "Maxima"-Supermarkt in dem seltsame Dinge vor sich gehen. Nein eigentlich alles normal, aber irgendwie arbeiten immer die selben unfreundlichen VerkäuferInnen da, egal zu welcher Uhrzeit man den Laden betritt. Ich muss mal erforschen ob die hier keine gesetzlichen Ruhepausen haben oder so... Der hat jedenfalls jeden Tag von 7 Uhr morgens bis 22 Uhr abends geöffnet. Genau richtig für mich!

Naja, aber Nachteile gibt es auch. Erstens: Mein Zimmer ist mehr oder weniger offen. Im großen Durchgang zum Flur steht jetzt ein riesiger Schrank und eine Art größere Tischdecke simuliert meine Tür. Das ist ein großes Manko, mit dem ich aber durchaus drei Monate leben kann und muss. Zweitens: Es gibt kein Internet! Noch nicht! Es gibt aber Hoffnung für mich, denn meine neue Mitbewohnerin hat auch Interesse daran. Also werden wir das sicher schnell bestellen. Drittens: Bad und Küche entsprechen zwar dem Durchschnitt, aber waren/sind mehr oder weniger versüfft, aber das lässt sich ja mit ein paar - oder auch ein paar mehr - Handgriffen erledigen. Ich hoffe da auf aktive Unterstützung auch seitens meiner MitbewohnerIN. Berichterstattung folgt!

Das BadDie KücheMein Zimmer mit Balkon und Blick auf das ParlamentMein Zimmer

21 August 2007

Der Trip nach Vilnius - Teil II

Am Donnerstag sind wir in das Herz der Masuren zu den großen Seen gefahren und haben dort auf dem Campingplatz in Talty unser Lager aufgeschlagen. Nach dem Zeltaufbau gings ins Wasser. Aus dem entspannten Wettgrillen mit den Nachbarcampern aus Deutschland sind wir als Sieger hervorgegangen. Bennis Grilleimer ist einfach nur Spitze! Außdem: Besprechung der weiteren Reise auch mit Tipps der Campingnachbarn aus Quedlinburg und Geschmackstest einiger polnischer Biere.

Campingplatz in TaltyDer geniale Grilleimer, auch in schwarz erhältlich ;-)Dir drei Reisenden am AbendNächster Tag (Freitag), also auf Richtung Litauen. Die wahrscheinlich längste Fahrt bis dahin. Von Talty bis auf die Kurische Nehrung. Dorthin kommt man mit der Fähre von Klaipeda aus. Zwar waren Fährkosten und Eintritt für unsere Verhältnisse ziemlich teuer, aber es hat sich am Ende gelohnt. Abends waren wir dann noch in der Ostsee - mit ihren Riesenwellen - baden und haben den Sonnenuntergang genossen. Der ziemlich überfüllte Campingplatz in Nida war unser Lager für die Nacht.

Auf der Fahrt zur Kurischen NehrungFähre von Klaipeda auf die Kurische NehrungSowas bleibt Nachts normalerweise verborgen!Am Samstag ging es dann früh gleich wieder zum Frühstück an die und zum Baden in die Oststee. Diesmal mit nicht ganz so hohen Wellen, aber dennoch sehr angenehm. Danach haben wir uns noch einmal bei Tageslicht die am Vorabend in einer Nachtwanderung erahnte Parniddener Düne (Parnid?io kopa) angesehen und uns schließlich auf den Weg nach Vilnius gemacht. Dort angekommen, ging es gleich weiter zum Pizzaessen und der Stadtbesichtigung bei Nacht. Nach einem ausführlicheren Rundgang am nächsten Tag sind Alex und Benni wieder weiter Richtung Norden gefahren und haben mich in Vilnius (planmäßig) zurückgelassen. Und nun bin ich erstmal da! Mir hat es sehr viel Spaß gemacht! Gesehen haben wir - und das nicht zu knapp - viele neue Orte (schöne wie auch weniger schöne)!

Ostseestrand bei NidaDie Parniddener DüneKurische NehrungVilniusVilniusVilnius

20 August 2007

Der Trip nach Vilnius - Teil I

Die Reise nach Vilnius hab ich mit einem kleinen Urlaubstrip verbunden. Zwei Kommilitonen, der Alex und der Benni, haben mich mit auf ihre Tour mit dem Auto rund um die Ostsee genommen. Am Montag, den 13. August sind wir erstmal nach Berlin gefahren und haben dort den Alex (unseren guten Freund und Kommilitonen) besucht, der dort auch sein Praktikum vor kurzem begonnen hat. Nach dem Pizza-Essen und ein paar Bierchen war der erste Tag dann schon rum.

Am nächsten Tag ging es dann geradewärts Richtung Polen. Erste Anlaufstelle war hier Stettin. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung und einem Eis bei McD gings dann auch schon wieder weiter. Ein Campingplatz musste gefunden werden. Dies stellte sich nicht so einfach dar. Nach längerem hin und her, dem unfreundlichen Plausch mit einem Polen im polnischen "El Arenal" oder auch Mielno sind wir dann aus Sicherheitsgründen (das Auto sollte ja am nächsten Tag noch fahrbereit & da sein) auf einen Campingplatz in eben diesem Ort ausgewichen. Dort war es wider erwarten sehr angenhem und ruhig.

Stettin
Kneipenmeile StettinAuf dem Campinplatz in Mielno (v.l.n.r.: Benni, Alex, Christoph)Mittwoch sind wir weiter Richtung Nordosten gefahren. Um die Mittagszeit hatten wir Danzig erreicht. Ein sehr hübsche Stadt, die man sich mal anschauen kann. Nach einem leckeren Fisch-Essen auf dem Danziger "Jarmarkt" ging es wieder raus aus der Stadt ins Land und um die Suche eines lauschigen Plätzchens für unser Zelt. Eigentlich hatten wir ja gedacht, es gäbe schöne Seen mit netten Ufern in Polen. Gesehen haben wir nur schilfbewachsene Ufer. Deshalb sind wir kurz vor Olsztyn in den Wald gebogen um dort was zu finden. Fehlanzeige. Schließlich war uns jedes Stück Wiese recht. Wir fragten in einem kleinen Ort ob wir dort unser Zelt aufstellen könnten. Man bot uns einen Platz im Garten an. Aber nicht nur das: Sogar ein reichliches Abendbrot inklusive Blick ins Familienfotoalbum und ein Frühstück wurde uns spendiert und das obwohl niemand die Sprache des anderen verstand, Englisch half auch nur wenig. Toll! Wir haben gelernt: Es gibt nicht nur böse Polen (siehe den Mielno-Polen).

Rathaus in Danzig
DanzigUnsere "Gastfamilie"Fortsetzung folgt!

11 August 2007

Der erste Beitrag

Kurz vor Abreise (am 13. August 2007) nach Vilnius habe ich meine alte Webseite vorläufig vom Netz genommen und dafür diesen Blog hier für die geschaltet, die wissen wollen, was ich so mache!

Für alle die, die es noch nicht wissen: Ich werde am 20. August 2007 eine Praktikantenstelle in Vilnius (Litauen) bei der Friedrich-Ebert-Stiftung antreten. Drei Monate später werde ich dann in das Büro nach Tallinn (Estland) wechseln und anschließend noch zwei Monate im Deutschen Bundestag in Berlin "praktizieren".

Ich würde mich freuen, wenn ihr immer mal vorbeischaut und auch ein paar Kommentare hinterlasst!

Bis die Tage!

Chris