Diese Webseite ist nicht aktuell, es handelt sich um eine Archiv-Seite! Zur aktuellen Seite...

24 November 2007

Vilnius ade - Tallinn olé

Der erste Prakitkumsabschnitt ist nun vorbei. Am letzten Freitag hab ich Vilnius verlassen. Auf der einen Seite war es doof, weil ich gerade in den letzten Wochen Leute kennengelernt habe und diese nun schon wieder hinter mir lasse. Aber wir haben beschlossen, dass sie, und dass sind speziell Liane und Alexander, mal nach Tallinn kommen, weil sie da auch noch nicht waren! Aber andererseits hab ich mich auch auf Tallinn gefreut, weil ich ja Estnisch kann und mich hier verständigen kann!!! Ausserdem kenn ich hier einige Leute.

Aber natürlich verlasse ich Vilnius nicht ohne noch eine Story erzählen zu können: Es geht ums Fluggepäck. Natürlich hab ich ganz schön viel Zeug mitgeschleppt. Im Sommer sind wir ja mit dem Auto hoch gekommen, also gab es keine Gewichtsbegrenzung. Also eingepackt was wichtig war. In weiser Voraussicht habe ich ein Zusatzgepäckstück beim Flugbetreiber geordert. Dann auf Flughafen gefahren und eingecheckt. Am Check-in hiess es dann, dass ich etwas Übergepäck hätte! 20 kg zu viel! Bei 20 kg erlaubt ist das schon ne Menge! Ich dachte aber, dass man mit einem Zusatzgepäckstück auch mehr Kilo mitnehmen darf. Es stand auch nicht gegenteiliges auf der Homepage. Naja... Das Ende vom Lied war, ich musste für jedes Kilo 25 LT bezahlen. Insgesamt also 500 LT, das sind knapp 150 Euro. Der Flug an sich hat nur 50 gekostet. Ich hab die Damen im Büro angefleht ob sie nicht weniger drauf schreiben könnten, ich mir das als armer Student nicht leisten könne, aber da führte kein Weg rein. Stur!!! Dann hab ich sie mehrfrach drauf hingewiesen, dass es nirgenswo auf ihrer Homepage steht. Doof! Dann hab ich gefragt wie man sich denn verhalten soll, wenn man mehr Gepäck hat. Es gibt keinen Weg! Find ich persönlich aber sehr Scheisse!

Naja, sei es drum. Vom Flughafen wurde ich dann schon von meiner Büroleiterin Ülle abgeholt und zur Unterkunft gefahren. Was bei der Menge Gepäck natürlich eine enorme Erleichterung darstellte. Ich wohne jetzt also zur Untermiete bei einer älteren Dame und wir verstehen uns ganz gut. Ausserdem hilft es auch wieder ins Estnische rein zu kommen, weil sie kaum Englisch spricht. Ich kann auch wieder zu Fuss zum Büro gehen, das im Zentrum liegt.

Am Samstag hab ich dann eine erste kleine Fototour nach Pirita (ein Stadtteil Tallinn) gemacht. Die Ergebnisse könnt ihr hier ansehen:
Zum Phtoalbum

14 November 2007

Ostseeküste

Letztes Wochenende hat es also geklappt, Vilnius mal zu verlassen und ein wenig vom Land zu sehen. Am Freitag Nachmittag habe ich das von mir organisierte Mietauto abgeholt. Schönes Teil - neuer VW Sharan (Minivan) von 2007. Also viel Platz für uns fünf Leute. Wer waren die anderen: Nun, einmal Alex, der in der Botschaft arbeitet und den ich das vorherige Wochenende kennen gelernt habe. Dann eine weitere Praktikantin (auch bei der Botschaft) Liane und ihr Deutschlandbesuch. Insgesamt also 5 abenteuerlustige Leute.

Die Truppe
Das Auto
Am Freitag Abend haben wir uns in Ville (Vilnius) getroffen und besprochen, was wir so machen wollen. Dann ging es Samstag Morgen los gen Westen. Wetter war mäßig in Vilnius. Auf der Fahrt nach Klaipeda (ehemals dt. Memel) an der litauischen Ostseeküste haben wir so ziemliche jedes Wetter gehabt. Sonne, Regen und Schnee. Am frühen Nachmittag sind wir dann also im ca. 300 km westlich von Vilnius gelegenen Klaipeda angekommen. Bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit (;-) von maximal 110 km/h auf der "Autobahn" dauert das ebenso seine Zeit. Der erste Gang war in die Touri-Info, was ich eigentlich nie mache, aber es hat sich als ganz positiv herausgestellt.

Eigentlich wollten wir dort nur "Klaipeda in your pocket" kaufen, so ein kleine Informationbroschüre mit tollen Tipps was man machen kann, wo man übernachten und essen kann. Dann haben wir aber nach einer günstigen Unterkunft gefragt. Der Mitarbeiter war ziemlich hilfsbereit und hat uns gleich vorgeschlagen ein Appartment zu mieten. Gesagt getan! Wir waren alle sehr gespannt, was es für günstiges Geld so geben kann und wurden dann echt überrascht. Für 14 Euro pro Person (ausgerechnet) haben wir eine Wohnung in der Altstadt bekommen, die sehr modern eingerichtet war, mit 3 Schlafzimmern, Wohnzimmer mit offener Küche und Flat-TV sowie ein Bad. Ein echtes Schnäppchen würd ich sagen. Die haben wir dann 15 Uhr bezogen.

Nun hieß es noch den restlichen Tag zu füllen. Der Entschluss war schon in Vilnius gefallen: Wir müssen auf die Kurische Nehrung. Eine langezogene Halbinsel, die in Russland (russische Enklave Kaliningrad) an das Festland angebunden ist und vor der Küste Klaipedas endet und somit ein Haff bildet. Dort gibt es eigentlich eine echte Dünenlandschaft zu sehen, mit einer großen Wanderdüne, die auch schon mehrmals Orte unter sich begraben hat. Warum "eigentlich"!? Kommt noch!

Wir also mit der Fähre von Klaipeda übergesetzt. Dann sind es vom Hafen nocheinmal circa 50 Kilometer bis nach Nida (wo ich schon im Sommer zusammen mit Alex und Benny war). Die Fahrt war schon spannend für mich als Fahrer. Es wechselten sich ab Schnee und Regen und damit waren die Straßen teilweise extrem überflutet. Ich glaube die Passagiere waren eher - nun sagen wir - besorgt, ob ich das alles managen kann. Aber es war wirklich nicht glatt und somit musste man nicht unbedingt mit 30 km/h fahren *gg*. Da wären wir ja nie angekommen und die Dämmerung setzte auch langsam ein.

Das Wetter wurde immer schlimmer. Jetzt kam aber noch extremer Wind hinzu. Naja, trotzdem wollten wir wenigstens etwas sehen und sind dann auch mal auf einer Düne ausgestiegen und ein wenig rumgelaufen, denn ganz umsonst sollte ja alles auch nicht sein. Nach nicht mal zehn Minuten waren wir zurück im Auto. Wir waren wirklich von hinten und vorne nass, der Schneeregen hatte eine solche Geschwindigkeit, dass es weh tat, wenn man ihn ins Gesicht bekam. Davon gibts auch keine Fotos, weil die Kamera nach 30 Sekunden im Po gewesen wäre!

Zurück im Auto. Sitzen wollte man eigentlich nicht, weil es sehr unangenehm ist, sich in nassen Sachen, aber was blieb uns anderes übrig. Heizung auf Glühen gesetellt! Dann haben wir eine kleine Rundfahrt in Nida gemacht. Aussteigen wollte bei dem Sauwetter niemand mehr. Wäre auch mit 100%iger Sicherheit eine Erkältung geworden. Also ging mehr oder weniger unverichteter Dinge zurück Richtung Fähre und nach Klaipeda. Alle wollten in warme Sachen wechseln. Also kurz noch eine Einkauf im "iki" für Abendbrot und danach *g*.

Am nächsten Tag, dann wider Erwarten am Morgen sogar Sonne und ein fast wolkenfreier Himmel. Nach nem reichlichen Frühstück und einem Rundgang in Klaipeda sind wir dann weiter gezogen. Nach Palanga, einen Badeort weiter nördlich von Klaipeda. Wie gesagt, bei diesemal echt gutem Wetter. Wir waren am Strand, haben dort ohne Erfolgt Bernstein gesucht und angeschwemmtes Strandgut inzpiziert (siehe Foto) und sind so etwas durch den Ort gelaufen. Dann haben wir uns wieder Richtung Vilnius aufgemacht. Und, natürlich musste es wieder anfangen zu schneien!!! Aber gut, die Straßen waren relativ frei. Am Abend waren wir zurück in Vilnius und haben den Tag mit einem gemeinsamen Abendessen mit litauischen Spezialitäten ausklingen lassen.

Hotel in Palanga
Endlich Sonne und Strand, aber leider zu kalt!
Strandgut (nicht ich, aber das was ich halte :-)Fische gestrandet und geangelt von fleißigen Litauern
Ich fand das ganze Wochenende echt Spitze, trotz des eher überwiegend schlechten Wetters. Zum einen, weil ich mal andere Leute kennen gelernt habe und eine schöne Zeit hatte. Davor war ich ja fast immer auf mich allein gestellt, weil ich ja niemanden kannte. Zum anderen aber auch, weil wir doch mal was unternommen haben, das Land entdeckt haben etc. Also empfehlen kann ich die Kurische Nehrung, bei schönem Wetter und Palanga. Klaipeda ist eherlich gesagt weniger interessant. Das kann aber auch daran liegen, dass zum einen gerade viel gebaut wird und auch nicht unbedingt Saison war.

07 November 2007

3 Monate = 3 Jahreszeiten

Ich bin ja jetzt den 3. Monat in Litauen und ich muss mal feststellen, dass der Wechsel der Jahreszeiten hier extrem schnell von statten geht. Als ich ankam war ganz klar Sommer, es war warm. Letzten Monat war dann schon eindeutig Herbst. Ihr habt es auf den Photos gesehen. Gestern dann war es schon minusgradlich ;-) kalt und heute gab es den ersten Schnee, der auch für ein paar Stunden liegen geblieben ist. Zwar nicht viel, aber trotzdem!!!

Dennoch soll mich diese Entwicklung nicht davon abhalten, an meinem letzten Wochenende auch mal ein wenig in Litauen rum zu reisen. Es ist ja schon etwas beschämend, dass ich die ganze Zeit in Vilnius war und nur am Anfang mal einen Blick auf das Umland werfen konnte.

Dieses Wochenende soll sich das ändern. Ein neuer Kumpel und ich, wir werden uns ein Auto leihen und mal gen Westen reisen und sehen, was uns dort so erwartet. Ich suche gerade noch einen günstigen und verfügbaren Mietwagen, den man auch mit meiner für Autovermietungen scheinbar zu kurzen Fahrpraxis mieten kann... Berichte über das WE folgen dann natürlich an dieser Stelle.

Warum letztes Wochenende!? Eigentlich sollte ja eine Konferenz im letzten Drittel dieses Monats stattfinden, aber die wurde leider abgesagt :-( Darüber hinaus hat mich meine zukünftige Chefin in Estland gebeten, wenn möglich schon etwas eher dort zu sein, da scheinbar eine Menge los ist. Natürlich komme ich dieser Bitte nach und fliege daher schon am (über)nächsten Freitag, den 16. November nach Tallinn. Dafür hab ich schon viele "Buhh"-Rufe von meinen Mitbewohnern eingefangen, aber das war sowieso das vorgesehen Datum. Weiß gar nicht was sie haben :-) Doch... sie haben noch keinen Nachfolger, auf den sie sich einigen können, obwohl es an Bewerbern nicht mangelt. Aber das soll nicht meine Sorge sein, ihre Entscheidung.

02 November 2007

Einige weitere frische Photos

Hab heute mal wieder einige Photos gemacht, die ich euch nicht vorenthalten will. Anzusehen sind sie wie immer im Picasa-Webalbum:

Hier gehts zum Picasa-Webalbum